Kompetenzzentrum für Materialfeuchte

DgKA - Dauerhaft gebautes Karlsruhe: Einfluss von Feuchtigkeitseinwirkung auf Bauwerke, besonders von wässriger Streusalzlösung auf Brücken im Winter

 

Die Bewirtschaftung von Bauwerken – sowohl im Hoch-, Tief- und im Ingenieurbau – wird immer mehr nach der Lebenszyklus-Betrachtung beurteilt. Dauerhafte Bauwerke, die tat-sächlich während ihrer berechneten Lebenszeit sanierungsfrei existieren, bieten dem Bauher-ren/Eigentümer nicht nur finanzielle Vorteile.

Das Projekt „Dauerhaft gebautes Karlsruhe“ (DgKA) will diesen Ansatz am Beispiel von In-frastruktur-Bauwerken der Stadt Karlsruhe verifizieren. Zudem gilt es Kenngrößen und Pro-zessabläufe für den Lebenszyklus zu entwickeln (Qualitätsmanagement), die der Forderung „Dauerhaftigkeit“ genügen. Die Überwachung von physikalischen Parametern, z.B. eindrin-gende Feuchte, soll mittels geeigneter Sensoren durchgeführt werden.

In Kooperation mit der Stadt Karlsruhe sind in einer Radfahrer- und Fußgänger-Brücke über die B36 in Karlsruhe TAUPE-Kabelsensoren eingebaut, welche die Auswirkungen von ein-dringender Feuchte, z.B. im Winter durch von vorbeifahrenden Fahrzeugen aufgewirbelte salzhaltige Gischt, auf das Betonmaterial und die Eisenarmierung anzeigen.

Das Projekt ist als Langzeitversuch angelegt und läuft bereits seit 2008 schadens- und stö-rungsfrei. Weitere Anwendungen in öffentlichen Gebäuden sind in der Planung.