Kompetenzzentrum für Materialfeuchte

Eislast-Monitoring: Eine neue Methode zur Erfassung des Gefährdungspotenzials durch Eisanlagerungen an Hochspannungsleitungen

Nach Beschreibung des Problems durch Mitarbeiter der EnBW entstand die Idee, auf Basis der Erfahrungen mit dem „Free-Line-Sensor", eine Methode zur Erkennung von Aneisungen an Hochspannungsleitungen zu entwickeln.

Da sich solche Aneisungen innerhalb von Stunden bilden können, muss das Verfahren online und unabhängig von meteorologischen Situationen, wie Schneefall oder Nebel, arbeiten. Zu-dem soll es noch möglichst eine Eingrenzung des betroffenen Gebietes abgeben. Im Gegen-satz zum „Free-Line-Sensor“-Verfahren arbeitet diese Methode nicht gegen den Erdboden, sondern wertet die Ausbreitung der elektromagnetischen Felder zwischen zwei Leitern aus der Hochspannungstrasse aus.

Niederschlag führt zu einer unmittelbaren Signaländerung und es wird erwartet, dass der Un-terschied in den dielektrischen Eigenschaften von Luft, Wasser und Eis charakteristische Sig-nale liefert. Die Signale werden von entlang der Hochspannungstrasse installierten Messsys-temen erfasst und sollen an eine zentrale Leitwarte zur Verarbeitung weiter gegeben werden.