Mineralische Rohstoffe und Geomaterie

Tone sind aufgrund unterschiedlicher geologischer Entstehungsräume natürliche Mehrkomponentensysteme, die aus verschiedenen Tonmineralphasen sowie Begleitsubstanzen zusammengesetzt sind. Die Bedeutung von tonigen Gesteinen und ihre Verwendung in einer Vielzahl von geotechnischen und technischen Anwendungen leiten sich aus ihrer großen Verbreitung auf der Erdoberfläche ab. Damit spielen sie auch in vielen geologischen Prozessen eine entscheidende Rolle.

 

Die konsistente Analyse natürlicher tonmineralischer Rohstoffe als Basis für das Prozessverständnis in jedweder Anwendung erfordert die Kombination verschiedener mineralogischer Messmethoden und deren problemspezifischen Weiterentwicklung.

Folgende mineralogische Analysemethoden werden angewendet:

  • Röntgendiffraktometrie (quantitative Phasenanalyse mittels Rietveldsoftware Profex, Charakterisierung von Wechsellagerungen mittels NewMod® und Sybilla®)
  • Simultane Thermische Analyse (TG, DSC, MS zur Analyse freigesetzter gasförmiger Reaktionsprodukte) mit PulseTA, Massenspektrometerkopplung und FTIR-Kopplung
  • Bestimmung der Kationenaustauschkapazität (Cu-Trien) und Schichtladungsmessungen
  • Bestimmung von Gas- und Wasserdampfadsorptionsisothermen
  • Rasterelektronenmikroskopie
  • NMR und FTIR Spektroskopie (bei Bedarf)

 

Ein Abgleich der qualitativen und quantitativen Phasenanalyse wird durch einen Multi-Methoden-Ansatz erzielt. Die Qualität unserer Analysen hinsichtlich qualitativer und quantitativer Phasenanalyse wird durch erfolgreiche Plazierungen am kompetitiven internationalen Ringversuch, dem Reynolds Cup, bestätigt.

In Lehrveranstaltungen und in Kooperation mit internationalen Wissenschaftlern und Industriepartnern geben wir unser Know-How weiter bzw. erweitern wir unsere Kenntnisse.