Entwicklung neuer Aufbereitungstechnologien für tonmineralogische Rohstoffe durch gezielte Nutzung und Steuerung mikrobiologischer Reaktionen (BIOTON)

  • Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Katja Emmerich

  • Projektgruppe:

    Angewandte Mineralogie/Clay Science

  • Förderung:

    BMBF 01RI0626B, 2007-2010

  • Partner:

    Institut für Funktionelle Grenzflächen am KIT (Koordinator),

    Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe, Höhr-Grenzhausen,

    G.E.O.S. Ingenieursgesellschaft, Freiberg

    Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle,

    Amberger Kaolinwerke

    Sibelco Deutschland

Ziel des Bioton-Projekts ist die Nutzung geomikrobiologischer Prozesse zur Verbesserung technologischer Eigenschaften von tonigen Rohstoffen in der keramischen und papierproduzierenden Industrie für eine nachhaltige, kostensparende und innovative Wirtschaftsweise.

Im Fokus des interdisziplinär angelegten Projekts aus Vertretern von Forschungseinrichtungen, Ingenieurgesellschaften und Industriepartnern standen die Verbesserungen der Plastizität von keramischen Massen und die Verringerung der Eigenfärbung von Papierkaolinen.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes konnte auf der Basis einer konsistenten Phasenanalyse zum Prozessverständnis bei der Aufbereitung und Verarbeitung beigetragen werden. Die Einfluss der quellfähigen 2:1 Schichtsilicate (Smectit und Wechsellagerungsmineralen), die in geringen Mengen in den untersuchten Papierkaolinen und keramischen Tonen vorkommen, auf die Materialeigenschaften wurde gezeigt.

Aus der mineralogischen Charakterisierung wurde unter Einbeziehung der mikrobiologischen Charakterisierung sowie der verarbeitungs- und produktrelevanten Eigenschaften ein Konzept für ein Rohstoffbewertungssystem als Entscheidungsgrundlage für die mikrobiologische Aufbereitung der Rohstoffe im Verarbeitungsprozess erstellt.

Schlussbericht