Kompetenzzentrum für Materialfeuchte

Entwicklung eines kombinierten Kristallisationsverfahrens zur Gewinnung von Phosphatdünger aus dem Abwasserreinigungsprozess mit vollständiger Verwertung der Restphasen in der Zementindustrie

  • Ansprechpartner:

    Dipl.-Geoök. Anke Ehbrecht

    Dr.-Ing. Rainer Schuhmann

  • Projektgruppe:

    Umwelttechnologie

    Projektpersonal: R. Schuhmann, A. Ehbrecht, S. Schönauer

  • Förderung:

    Allianz Industrieforschung [AiF]

    Projektlaufzeit: 01.11.2013 - 30.04.2016

  • Partner:

    FG Kalk und Mörtel e.V., Köln

    HeidelbergCement AG, Heidelberg

    Cirkel GmbH, Emsdetten

    Mittelhessische Wasserbetriebe

Ziel des Vorhabens ist die Erzeugung eines hochangereicherten, phosphathaltigen Kristallisationsproduktes auf Basis von Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) und evtl. Calciumphosphaten wie z. B. Hydroxylapatit, um somit einen Dünger mit mittel- und langfristiger Pflanzenverfügbarkeit zu generieren. Die Durchführung basiert auf der Grundlage des P-RoC-Verfahrens. Zur Anwendung kommt ein Abwasser aus dem Nebenstrom mit überwiegend biologischer P-Elimination auf der Kläranlage Gießen. Die verstärkte Rücklösung von Phosphat bei entsprechender Verfahrensführung lässt hohe Konzentrationen an gelöstem Phosphat erwarten. Die spezielle Kristallisationskinetik der sich bildenden Reaktionsprodukte MAP und Ca-P-Phasen soll in einem Verfahrensprozess synergetisch genutzt werden. Für das gewonnene Fällprodukt kann über die Beteiligung der Düngekalkhauptgemeinschaft ein Verwertungsweg aufgezeigt werden. Weiterhin wird über die Beteiligung von HeidelbergCement AG die Zementindustrie integriert, um auch die stoffliche und thermische Verwertung des phosphatabgereicherten Klärschlammes sicherzustellen. Das Projekt wurde 2016 erfolgreich abgeschlossen.

 

                 

         Vergleich der P-Elimination verschiedener CSH-Substrate im Halbtechnikversuch

 

Schlussbericht:

http://fg-kalk-moertel.de/forschungsberichte.html