Kompetenzzentrum für Materialfeuchte

Innovative Feuchtemessung in Forschung und Praxis. Universität Karlsruhe

  • Datum:

    17.-18. Oktober 2006

3. Workshop am 17. und 18. Oktober 2006



Zusammenfassung



Nach der erfolgreichen Eigenwerbung für die Arbeiten und Ziele der Soil Moisture Group, die schließlich in der Anerkennung durch das Rektorat als offizielle Institution der Universität Karlsruhe unter der Bezeichnung „Forschergruppe Feuchtemesstechnik“ mündete, knüpfte der diesjährige Workshop der Soil Moisture Group (SMG) wieder an die Schwerpunkte des Jahres 2003 an. Eine weitere Besonderheit in diesem Jahr war außerdem, dass die bereits etablierte Veranstaltung „Der Feuchtetag“ der Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar (MFPA) und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin (BAM) mit diesem Workshop zusammengelegt wurde.

Viele Anwendungen aus den Bereichen Bauwesen, Geotechnik, Hydrologie und Umwelttechnik benötigen Informationen über die Verteilung der Feuchte in den zu untersuchenden Materialien und Strukturen. Zur Lösung dieser Fragestellung wurden unterschiedliche neue Messmethoden entwickelt, über die in diesem Workshop berichtet und diskutiert werden sollte. Die Zielrichtung der diesjährigen Veranstaltung ging dahin, vor allem die Anwenderseite in Behörden und Ingenieurbüros zur Definition ihrer Erfordernisse zu animieren, um die Aufgaben zu definieren, die Systementwickler einerseits und die Wissenschaft andererseits erfüllen sollen.

Die Schwerpunkte dieses Workshops mit insgesamt 30 Vorträgen von über 70 Autoren und Koautoren betrafen daher v. a. die drei Bereiche Grundlagen und Geräteentwicklung, Verfahren und Methoden und schließlich ihre Anwendungen. Thematisch spannte sich der Bogen von Heinrich Hertz, als dem Entdecker der für die moderne Feuchtemesstechnik so wichtigen elektromagnetischen Wellen und sozusagen erstem Wegbereiter der heutigen Forschergruppe in Karlsruhe, über neue  Mikrosensoren, nichtinvasive oder großmaßstäbliche Feuchtemesstechniken mittels Hochspannungsleitungen, bis hin zu Einbringtechniken für linienhafte Sensoren oder die automatische Erkennung von Erdbodenzuständen.

Auch dieses Mal fand die Veranstaltung wiederum großen Anklang und das zeitgemäße Konzept, Anwender und Entwickler in effektiver Weise zusammenzubringen, wurde sehr gelobt. Konkrete Perspektiven für künftige Ansätze und Arbeiten zwischen Entwicklern und Anwendern sind bereits erkennbar.


Tagungsband



Beiträge zum Workshop wurden veröffentlicht in „Innovative Feuchtemessung in Forschung und Praxis 2, Berichtsband zum Workshop 2006“, R. Nüesch (Hg.), Aedificio Verlag.